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Dynamische Einsätze


Wie beim Money Management mit flachen Einsätzen wird auch hier ein bestimmter Prozentsatz vom gesamten Wettkapital als Grundeinsatz festgesetzt. Wesentlicher Unterschied zum System mit flachen Einsätzen ist, dass der Wetteinsatz nach jeder Wette neu angepasst wird. Einige Wetter schwören auf diese Form des Money Managements.

Beispiel

  • Angenommen uns stehen 1.500 Euro als Wettkapital zur Verfügung und wir möchten je Wette 2% davon riskieren; gewinnen wir die erste Wette zu einer Quote von 2,5 mit dem Einsatz von 30 Euro dann erhöht sich das Wettkapital auf insgesamt 1.545 Euro. Der Einsatz auf die nächste Wette wäre folglich 30,9 Euro (2% von 1.545 Euro). Problematisch an dieser Art des Money Managements ist vor allem der Umstand, dass man selbst mit viel Wissen über Sportwetten und einer guten Wettauswahl Verluste einfahren kann. Zur Verdeutlichung der letzten Aussage ein Beispiel:

     Wettkapital:  € 1.500
     Prozentsatz/Wette:  2 % 
     Quote:  2,0 
     Gespielte Wetten  119 
     Gewonnen  60 
     Verloren  59 

     






    Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass man die ersten 60 Wetten in Folge gewinnt und daraufhin 59 Wette nacheinander verliert. Obwohl man bei ausgeglichenen Quoten eine Trefferrate von 50,4% erzielt hat steht der Gesamtsaldo nach 119 Wetten bei 1.494 Euro. Sechs Euro Verlust erscheinen zwar auf den ersten nicht viel, doch muss man sich auch vor Augen führen,  dass man mit flachen Einsätzen einen Gewinn von 30 Euro erzielt hätte.

Hauptargument der Verfechter der Strategie ist, dass man durch die ständig steigenden Wetteinsätze während einer langen Gewinnsträhne mehr Geld gewinnt als mit flachen Einsätzen da man ja quasi durch die Einsatzerhöhung „Zinseszinsen“ sammelt. Gerade dieses Argument wird im (zugegebenermaßen extremen) Beispiel von oben sehr deutlich entkräftet:

Je mehr man durch die höheren Einsätze gewinnt, desto mehr verliert man natürlich auch wenn mal eine Wette danebengeht. Gleichzeitig wird von den Befürwortern auch angeführt, dass die Verluste ja während einer Verluststrähne immer geringer ausfallen weil ja mit geringerem Wettkapital auch die Einsätzhöhe sinkt. Dem ist entgegenzuhalten, dass man bei dann wieder einsetzenden Siegwetten ebenfalls weniger gewinnt weil der Geldeinsatz durch die vorangegangenen Verluste geringer ist.

Interessant ist aber vor allem der Umstand, dass beim Money Management mit dynamischen (sich an das Wettkapital anpassenden) Einsätzen in unserem Beispiel ein Gesamtumsatz von über 6.800 Euro zusammenkommen würde. Mit flachen Einsätzen würde der Umsatz  bei 3.570 Euro – also etwas mehr als der Hälfte – liegen.

An dieser Stelle muss der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass unser gewähltes Beispiel mit einer Gewinnsträhne von 60 aufeinander folgenden Wetten und der darauf folgenden Verluststrähne natürlich keineswegs realistisch ist. Es verdeutlich dennoch, dass Money Management mit sich dynamisch anpassenden Einsätzen kapitalintensiv ist, was wiederum bedeutet dass der Vorteil (den man glaubt gegenüber dem Buchmacher zu haben) höher ausfallen muss als beim Spiel mit flachen Einsätzen.

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