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Gewinnprogressionen

Gewinnprogressionen (auch Paroli genannt) funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Verlustprogressionen mit dem einzigen Unterschied, dass die Wetteinsätze nicht nach einer Verlust- sondern einer Gewinnwette erhöht werden. Um richtig Paroli zu spielen muss man sich im Vorhinein einige Gedanken zur Ausgestaltung des Systems machen. 

  1. Festlegung des Wertes einer „Einheit“: Die Höhe einer Einheit richtet sich nach dem gesamten Wettbudget und sollte 1-3% davon betragen. Hat man also insgesamt 1.000 Euro an Wettkapital zur Verfügung sollte eine Einheit zwischen 10 und 30 Euro sein. 
  2. Festlegung der Anzahl an Progressionsstufen: Sprich, nach wie vielen gewonnenen, aufeinander folgenden Wetten nimmt man die Gewinne mit und fängt wieder von vorne an. 
  3. Zu welchen Quoten möchte man spielen: Ist man eher der Typ der gerne viele Wetten gewinnt und verlorene Wetten nur schwer akzeptieren kann, dann sollte man eher niedrigere Quoten wählen. Die Auswahl der Quoten beeinflusst natürlich auch die Länge der Progressionsstufen (siehe Punkt 2). Als Faustregel gilt: je niedriger die Quoten desto mehr Progressionsstufen.

Größter Vorteil von Gewinnprogressionen ist, dass man bei Gewinnsträhnen mehr Gewinne realisieren kann als mit flachen Einsätzen. Gewinnt man die Wette der ersten Progressionsstufe dann genießt man den Luxus mit dem „Geld des Buchmachers“ weiter zu wetten. Gleichzeitig verliert man bei verlorenen Wetten immer nur eine Einheit des Einsatzes. Insofern ist bei disziplinierten Paroli Wetten das Risiko eines Totalverlustes nicht so ausgeprägt wie bei Verlustprogressionen.

Wie bereits erwähnt wurde ist die Anzahl der Progressionsstufen nicht starr vorgegeben sondern kann nach den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Zu viele Progressionsstufen sollte man allerdings nicht wählen, denn gewinnt man beispielsweise vier aufeinander folgende Wetten, progressiert dann nochmals und verliert die fünfte Wette dann sitzt meistens der Frust tief. Nicht selten lässt man sich dann zu unüberlegten Wetten mit überhöhten Wetteinsätzen hinreißen; in den wenigsten Fällen sind solche „emotionalen Wetten“ dann profitabel und auf Pokern sollte man beim Wetten ohnehin verzichten. 

Die geläufigsten Gewinnprogressionen sind die Anti Martingale und die Contre D’Alambert Strategie. Beide sind im Wesentlichen nichts anderes als Umkehrungen der Verlustprogressionen Martingale und D’Alambert. Anti Martingale und Contre D’Alambert werden in eigenen Artikeln näher behandelt


Weiterführende Artikel zu Gewinnprogressionen
Anti Martingale
Contre D'Alambert

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